Wie lernen Kinder

"Selbstbildungspotentiale" nennt der Bildungsforscher Gerd E. Schäfer das, was Kinder mitbringen und von sich aus einsetzen, wenn sie auf eine Situation treffen, die sie herausfordert und interessiert. Wenn sie von ihren eigenen Fragen, Ideen oder Anforderungen gefesselt sind, entwickeln sie von ganz alleine Lernstrategien und Vorgehensweisen, die sie zum Ziel führen.

Für Kinder ist das forschende Lernen das Bilder benutzt, Geschichten erzählt, oft aus dem Zufall heraus entsteht, keine geraden Wege geht, von Gedanken zu Gedanken schweift, sich aus persönlichen Erfahrungen speist, noch nicht verallgemeinern, ordnen will und noch sehr eng mit der eigenen Person verknüpft ist, noch ganz nah.
Offenes, entdeckendes Lernen, sich ganz einlassen auf Probleme, sich an eigenen Fragen entlang hangeln usw., das alles sind Kompetenzen, die Kinder bereits mitbringen. Sie haben seit ihrer Geburt nichts anderes getan. Kinder müssen also nicht das Lernen lernen, aber sie brauchen eine Lern- und Forschungsatmosphäre.

» Alles, was einem beigebracht wird, hat den Nachteil, dass man nicht mehr selber darauf kommen kann «
Jean Piaget

Als ein wesentliches Element haben wir Lernwerkstattarbeit eingeführt

Einmal wöchentlich treffen sich die 4-5 jährigen Kinder der Einrichtung in Kleingruppen zusammen und arbeiten in der Lernwerkstatt. Verschiedenste Materialien stehen entsprechend den Bildungsbereichen der Hamburger Bildungsempfehlungen ( z.B. Naturwissenschaftliche, technische oder mathematische Grunderfahrungen, Sprache und Schriftkultur) in vorbereiteter Umgebung mit Aufforderungscharakter zur Verfügung. Die Arbeitsmaterialien sind so ausgewählt, dass anhand von Fotos oder Symbolen die Aufgabe klar erkennbar ist, die Anforderungen aufbauend und ermutigend sind, alle Sinne angesprochen werden und die Kinder ihre Arbeit selbst kontrollieren können.

Die Rolle der Pädagoginnen hierbei ist beobachtend und begleitend. Sie machen keine Vorschläge, geben keine Anweisungen und bewerten nicht die Arbeit der Kinder, denn:

Alle Wege der Kinder der Auseinandersetzung mit dem Material sind gut und richtig

Die Arbeit mit den Kindern in der Lernwerkstatt bietet uns eine Möglichkeit, den Inhalten der "Hamburger Bildungsempfehlungen" einen breiten Raum zu geben. Theoretisch verwurzelt ist das Arbeiten in Lernwerkstätten in verschiedensten pädagogischen Ansätzen. Grundideen von Maria Montessori, Célestin Freinet, Rebecca und Mauritio Wild, der Reggio-Pädagogik und auch des Situationsansatzes finden sich in der Lernwerkstattarbeit wieder. Zusammengefasst entscheidend dabei sind die vorbereitete Umgebung, strukturierte Arbeitsmaterialien, die freie Wahl der Arbeitsmaterialien und eine nicht-direktive erzieherische Haltung.

» Wenn der Erzieher verstanden hat, dass die Wahrheit des Kindes von der seinen verschieden ist und dass er mit Demut und Einfachheit dieser Wahrheit zum Ausdruck verhelfen kann, dann hat er seine wirkliche soziale Rolle verstanden. «
Elise Freinet

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